hohenstrater
And the soap goes on:
Dirk Hohensträter, Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, hat gekündigt.
Letzter Akt: die Aufhebung der Verträge von Hannes Koch und Benjamin Schaschek, die er im Vorgriff auf einen neuen Festivalleiter als Orga-Team eingestellt hatte - unter Verletzung seiner Dienstpflichten, wie ein juristisches Gutachten vergangene Woche feststellt.
Noch ein schönes Detail: die beiden Leichtmatrosen, die auf ihrer Tour als sailing conductors auch den „ZDF-Fernsehgarten“ nicht ausließen, haben nach eigenem Bekunden vom Moers Festival vorher noch nichts gehört - reichten gleichwohl aber eine „Initiativ-Bewerbung“ ein, nachdem der prospektive Festivalchef Tim Isfort mit Hinweis auf sie seine Bewerbung zurückgezogen hatte.
Motto „Gestern wusste ich noch nicht, wie man Indschinör schreibt - heute bin ich selber einen!“
Isfort ist nun wieder im Rennen, ach was, auf ihn wird alles zulaufen.
Die Grafenstadt,  Platz 76 unter den größten deutschen Städten, dürfte im ranking Zerschlagung kulturellen Kapitals einen Spitzenplatz einnehmen und allenfalls noch mit Berlin konkurrieren.
Bloß, spielte sich ein so beschämendes Drama in der Hauptstadt ab, und - die Jazzpolizei fantasiert weiter - handelte es sich nicht um eine Jazzfestival-, sondern um eine Theatervakanz, das Großfeuilleton stünde Kopf.
Sogar Max Moor würde in TTT seine Rübe für einen „Arschloch“-Kommentar hinhalten.
Aber, wir befinden uns in der Provinz. Und da kann einer - noch dazu im Nebenjob! - binnen 10 Monaten ein Festival zur Strecke bringen, von dessen internationaler Reputation intra muros kaum jemand eine Vorstellung zu haben scheint.

 

erstellt: 31.10.16
©Michael Rüsenberg, 2016. Alle Rechte vorbehalten