David Byrne, 65, ex-leader der Talking Heads, bringt nach 14 Jahren ein neues Album auf den Markt, „American Utopia“.
Unter den Mitwirkenden ist keine einzige MusikerIN.
Da der Pop-Diskurs zunehmend „Haltung“ favorisiert und abnehmend „Inhalt“, ließ die Kritik an dieser Auswahl im Netz nicht lange auf sich warten.
Byrne zeigt sich einsichtig: er beklagt, wie „problematisch und weitverbreitet“ das Ungleichgewicht der Geschlechter in der Musikszene sei. 

Und: „Ich dachte nie, dass ich einer dieser Typen bin, aber anscheinend bin ich es bis zu einem gewissen Grad doch.“
Schön, meint die Jazzpolizei, dass die Idee eines solchen Kotaus noch nicht in unsere schöne kleine Welt vorgedrungen ist.
Potenzielle Beschwerdeführer kämen vor lauter Anlässen gar nicht mehr zum Musikhören.

erstellt: 11.03.18
©Michael Rüsenberg, 2018. Alle Rechte vorbehalten