Bis dato fand man bei den Streaming-Anbietern im Netz alles von Frank Zappa, vieles von Miles Davis - aber nichts von Keith Jarrett. Jedenfalls nichts aus dem überwältigenden Teil seines Repertoires aus dem Katalog von ECM.
Das ändert sich mit dem 17. November. 
Der gesamte ECM-Katalog, rund 1.600 Aufnahmen, kann von diesem Tage an von den sechs wichtigsten Streaming-Plattformen abgehört werden.
Das „Köln Concert“ muss man nicht mehr besitzen, um sich zu jeder Tages- und Nachtzeit, an bald jedem Ort der Welt davon beschallen zu lassen.

ECM wäre nicht ECM, würde das Label nicht noch ein kleine Volte aus dieser Anpassung an den Markt schlagen: unter der Überschrift „ECM - gegen den Strom streamen“ meldet das Münchner Label wortreich die Tatsache dass, liefert aber keine Begründung des warum?
Allein das schon schlägt Wellen bis nach New York, wo die New York Times ihre Kritiker mit 20 Album-Hörempfehlungen auf die Reise schickt.

Wir warten geduldig, wann das Label auch seine „Nicht-Teilnahme“ am Echo Jazz aufgibt - „Boykott“ hört man in München für diese - verständliche - Haltung nicht so gerne.

erstellt: 17.11.17
©Michael Rüsenberg, 2017. Alle Rechte vorbehalten