Drucken

Wer bietet eine bessere Gelegenheit, um zwischen Kardinal- und Ordinalzahl zu unterscheiden als das Deutsche Jazzfestival in Frankfurt am Main?
In unserer kleinen Welt, und nicht nur dort, werden sie gerne velwechsert.
Das kommende Deutsche Jazzfestival 2019 wird das 50. sein, ist aber keineswegs 50 Jahre alt (gegründet 1953).
Also, das 50. Deutsche Jazzfestival (23.-27.10.) wird am 23.10. in der Alten Oper eröffnet mit einer Hommage
„ECM - 50 Jahre Schönheit am Rande der Stille“.
Das Münchner Label wurde in der Tat 1969 gegründet. Und wer hätte gedacht, dass der damalige Slogan „the most beautiful sound next to silence“ - so unzutreffend er für den Physiker klingt - auch 50 Jahre später noch den Poeten in (fast) einem jeden Jazzfan so zuverlässig anspricht?
„An diesem Abend verneigen wir uns vor der stilprägenden und unabhängigen Münchner Plattenschmiede ECM, die wohl mehr bewegt hat als sämtliche großen Majors“, begründet Olaf Stötzler, künstlerischer Leiter des Festivals, den Programmpunkt.

Und in weiterem fällt er in einen Gedanken, der noch für einen jeden Jazzmusiker gegolten hat, aber wie in einem (Jazz)Märchen in München lokalisiert wird:
„Musikerinnen und Musiker, die nach innen lauschen, bevor sie sich äußern – diese unverwechselbare ECM-Atmosphäre und die inspirierenden Grenzüberschreitungen wollen wir in unserem Eröffnungskonzert präsentieren.“
Es treten auf an jenem Abend: das Jakob Bro/Palle Mikkelborg Quartet, Michael Formanek´s Ensemble Kolossus mit der hr-Bigband sowie die Sängerin Elina Duni.
Der Rest des Programmes wird im Juni bekannt gegeben.

erstellt: 12.03.19
©Michael Rüsenberg, 2018. Alle Rechte vorbehalten