Monheim...2020,2021,2022...

Abseits der Wirtschaftsseiten, die von Verlusten berichten (Greensill-Bank), macht die Stadt Monheim dieser Tage Schlagzeilen mit einer - erneuten - Verschiebung. Demnach haben die Aufsichtsratsmitglieder der Monheimer Musikfestival GmbH „auf Vorschlag von Intendant Reiner Michalke beschlossen, die Monheim Triennale auf den Juni 2022 zu verschieben“.
Stattdessen: „Monheim Triennale zeigt ´The Prequel´“.
Wir schauen bei Leo nach: „der Vorläufer.
Monheim prequel 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Triennale zeigt nicht einen neuen Film von Jim Jarmusch, sondern sie geht höchst real im Sinne von musical fiction sozusagen zurück auf Anfang, auf einen fiktiven Zeitpunkt vor dem ersten geplanten Festival 2020.
Es sind dieselben 16 Musiker und Musikerinnen, die auch für die 2021 geplanten Projekte angetreten wären - nun freilich ohne die dafür vorgesehenen Bandmitglieder etc, um die einhundert an der Zahl.
Ein Transport dieses Umfanges an den Rhein ist in pandemischen Zeiten logistisch nicht zu gewährleisten.
Die 16 - sagen wir ruhig: Bandleader - reisen aber nun wirklich an (1.-4. Juli 2021), sie müssen sich auf sich selbst beschränken.
„Sie lernen sich kennen, sie lernen die Stadt kennen, sie entwickeln gemeinsam Projekte und last but not least: Sie machen miteinander Musik“.
In einem kleineren Format also, das „weder Ersatz noch Kompromiß“ sein soll.
„The Prequel“ wird das Labor, die Werkstatt, der Think Tank, auf dem die Zukunft erdacht wird“.
Abhängig von der Infektionslage sollen „mehrere hundert Gäste“ zuhören dürfen.
Im schlechtesten Falle müssten die 16 in eine „corona-konforme Blase“ sich begeben, in ein „nicht-öffentliches Forschungslabor für die Monheim Triennale 2022, deren Ergebnisse dokumentiert und nach Möglichkeit gestreamt werden“.
Spielen heisst jetzt Forschen.

 

erstellt:12.03.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

 


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