Pat Metheny Side-Eye III+ ******

01. In On It (Metheny), 02. Don’t Look Down, 03. Make A New World, 04. Urban And Western, 05. Se-O, 06. Our Old Street, 07. Risk And Reward, 08. So Far, So Good

Pat Metheny - g, g-synth, Chris Fishman - p, keyb, Joe Dyson - dr, Brandee Younger - harp, Daryl Johns - b, Jermaine Paul - b, Luis Conte - perc, James Francies - org (4), Leonard Patton - voc (6), Mark Kibble - voc, Armand Hutton, Joel Kibble, Kim Fleming, Kim Mont, Natalie Litza, San Franklin, Stephanie Hall, Terry White - voc

Rec. 2025 (?)
Green Hill 792755662625

Mutmaßlich sechs Jahre liegen zwischen diesem Album und seinem Vorgänger; nichts Genaues weiß auch eine KI nicht, weil zwar die Produktionsorte des neuen (in Woodstock, Nashville und San Diego), aber nicht seine -daten im Netz aufzufinden sind.
Wichtiger aber ist die Nummerierung in dem Serientitel „Side-Eye“, sie symbolisiert eine uralte Praxis von Jazzstars, Nachwuchs zu entdecken, in die Band zu nehmen und somit - in vielen, aber nicht allen Fällen - Anschub für eine spätere, eigene Karriere zu geben. Woraufhin jene im Sinne des name dropping darauf zurückgreifen können („ich habe mit XYZ gespielt“, Höhepunkt die sogenannte Miles-University).
Implizit ist Pat Metheny immer schon der eingeübten Praxis gefolgt, erst mit „Side-Eye NYC V1.IV“ hat er sie auch ausgesprochen.
Die neuen in 2019 waren James Francies (V1) und Marcus Gilmore (IV), gelesen: der vierte Schlagzeuger des fortlaufenden Projektes).
Die Nummer Fünf, Joe Dyson, ist seit der Europatournee 2022 dabei, gleichfalls der keyboard wizzard Chris Fishman. Er erinnert in manchem an den langjährigen Geburtshelfer Methenys an den Tasten, an Lyle Mays (1953-2020).
Kerngedanke von Side-Eye ist jeweils ein Trio. Das neue ist also so brandneu nicht mehr, ebenso sind manche der unter „III+“ mit dem Pluszeichen gemeinten Gäste keine ganz und gar Unbekannten, z.B. der Perkussionist Louis Conte oder die Harfenistin Brandee Younger (die man kaum heraushört).
Das Album ist kaum da, die ersten Rezensionen überschwänglich, bis hin zu einem akustischen Werbezettel im NDR, die Plattenfirma hätte ihn nicht schwungvoller formulieren können.

---wird fortgesetzt
erstellt: 07.03.26
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