
Ethan Iverson zeigt sich in seinem blog Transitional Technology wenig überrascht, „denn der Pianist hatte seit einiger Zeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.“ Das blieb auch in europäischen Clubs nicht verborgen, mehrfach ging ein Raunen um, das kommende Konzert könne das letzte gewesen sein.
Iverson sieht Beirach im Verein mit Hal Galper und Jim McNeely, „und nun sind sie alle innerhalb eines Jahres nacheinander verstorben“.
Er erwähnt es nicht expressis verbis, aber seinen kurzen Analysen ist denn noch zu entnehmen, dass Beirach pianistisch unter den dreien die Nase vorn hat - was wohl als common sense gelten dürfte.
Umso erstaunlicher, dass die Todesmeldung (noch) nicht von den in solchen Fällen üblichen Quellen ausgeht, u.a. Wikipedia, sondern von der WDR Big Band kommt (mit der er 2016 ein Album produziert hat) und aus der deutschen Provinz, von der Rheinpfalz in Ludwigshafen.
Beirach verbrachte, was vielen verborgen blieb, seine letzten Jahren im Verbreitungsgebiet, in Heßheim, ein paar km norwestlich von Ludwigshafen.
Dorthin zog es ihn, nachdem er mit Erreichen der Altersgrenze (65 plus zwei Extrajahre) an der Musikhochschule Leipzig pensioniert worden war.
Mit seiner Meisterstudentin Regina Litvinova und dem 2021 verstorbenen Schlagzeuger Christian Scheuber bildete er, so ist zu lesen, eine Art „Jazz-WG“ auf einem Hof in Heßheim.
„Hier mache ich die Tür auf, gehe zwei Schritte und bin in der Natur. Ich kann Sterne sehen. In New York konnte ich das nie“.
---wird fortgesetzt
Richard Alan Beirach, geboren am 23. Mai 1947 in Brooklyn/NY, verstarb am 26. Januar 2026 in Worms. Er wurde 78 Jahre alt.
erstellt: 27.01.26
©Michael Rüsenberg, 2026. Alle Rechte vorbehalten
„Niemals zuvor hat ein einzelner Mensch solch wunderschöne Musik komponiert, einen Triumph menschlicher Kreativität, und sie einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht. Er war einer der größten Menschen, nicht nur aufgrund seines künstlerischen Geistes, sondern auch aufgrund seines großzügigen und großmütigen Charakters.“
Es ist der Gründungspianist der Band,
Das Menetekel, am 5. Juli 2025 ward es nicht projiziert auf die riesige Wand im Kinopalast „Emotion“ zu Monheim - darüber liefen Bilder & Töne des wohl größten opus von der kurzlebigen Monheim Triennale: „
Von Großzügigkeit geprägt schon der „Spatenstich“ in Monheim, an Rhein-km 714.
Dass er das noch erleben muss…

Der Kompositionstitel „Doctor Honoris Causa“ ist im Jazz schon vergeben, von Joe Zawinul an
First things first: unter allen, die je eine Jazzbühne betraten, auf sie schlurften oder sich ihr Stolz-geschwellt bemächtigten - sie war der freundlichsten eine.

