Paul Jackson, 1947-2021

Auf seiner Webseite firmiert er als The Headhunter.
Millionen leuchtet das ein. Er referiert damit zu der erfolgreichsten Produktion, an der er mitgewirkt hat:
an „Headhunters“ von Herbie Hancock, einem epochalen Album des Jazz-Funk, September 1973.
Den opener, „Chameleon“, hat er mitkomponiert. Das weltberühmte Bass-riff mit 12 Tönen über zwei Takten spielt …
nicht er, sondern Bandleader Hancock auf seinem damals gerade eingetroffenen Arp Odyssey Synthesizer.
Paul Jackson zupft auf seiner Baßgitarre in quasi afrikanischer interlocking Technik behende Patterns, die zwischen die Schwerpunkte fallen.
Paul Jackson"Paul Jackson war ein ungewöhnlicher Funk-Bassist, denn er mochte es nie, dieselbe Basslinie zweimal zu spielen, also reagierte er während der improvisierten Soli auf das, was die anderen Jungs spielten", sagt Hancock in seiner Autobiografie "Possibilities". "Ich dachte, ich hätte einen Funk-Bassisten angeheuert, aber wie ich später herausfand, hatte er eigentlich als Kontrabassist angefangen.“
Die Krönung dieser Sechzehntelnotenzappelei folgte ein halbes Jahr später: „Actual Proof“ (auf „Thrust“). Und, man glaubt es kaum, im Sommer 1975 setzen Hancock & Jackson live in Tokio noch eins darauf und enteilen der Band in einer noch waghalsigeren Performance (auf „Flood“).
Das liest sich anders als es klingt. Denn die restlichen vier stehen hellwach in der Form: dass die beiden Solisten so glänzen, hängt schließlich auch mit den stop times zusammen, mit sie den Wahnsinn noch befördern. Das Hancock-Zitat läßt sich umstandslos auf jene gut acht Minuten in Tokio beziehen.
Es markiert den Gipfel in Jacksons Karriere, für Herbie war es einer von mehreren.
Am Schlagzeug damals - wie auch für die folgenden Jahrzehnte an seiner Seite - der weiße Schlagzeuger Mike Clark. Man muß diesen Zusatz wählen, denn Clark gehört zu den ersten Weißen, die in dieser dominant afro-amerikanisch geprägten Zunft reüssierten.
Er kam auf Empfehlung Jacksons zu den Headhunters, nachdem der Studio-Drummer Harvey Mason die vielen Konzerte nicht absolvieren mochte.
Jackson und Clark kannte sich aus Jugendtagen in Oakland; Jackson soll schon mit 14 im Sinfonieorchester seiner Heimatstadt gespielt haben, am Kontrabass selbstverständlich. Ausgebildet wurde er am Konservatorium im benachbarten San Francisco.
Jackson pflegte einen „trockenen“ Stil, wenig slap-Technik, dafür viele melodische Kleinpatterns, oft mit glissando „angeschoben“. Wer das beherrscht, muss - of course - über timing verfügen.
1985 übersiedelte er nach Japan. Er blieb der US-Szene verbunden, die künstlerische Partnerschaft mit Mike Clark dauerte bis an sein Lebensende, auch wenn mehrere Re-Inkarnationen der Headhunters nicht mehr an das Niveau der 70er Jahre anschließen konnten.
Paul Jackson (nicht zu verwechseln mit dem im gleichen Genre tätigen Gitarristen Paul Jackson jr.), geboren am 28. März 1947 in Oakland/CA, ist am 18. März 2021 in einem Krankenhaus in Tokio verstorben, zehn Tage vor seinem 74. Geburtstag.

erstellt :20.03.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

Grammy Awards Jazz 2021

Beste Solo-Jazzimprovisation
All Blues von Chick Corea
nominiert waren außerdem:
Guinevere von Christian Scott aTunde Adjuah
Pachamama von Regina Carter
Celia von Gerald Clayton
Moe Honk von Joshua Redman
Bestes Jazz-Gesangsalbum
Secrets Are the Best Stories von Kurt Elling featuring Danilo Pérez
nominiert waren außerdem:
Ona von Thana Alexa
Modern Ancestors von Carmen Lundy
Holy Room: Live at Alte Oper von Somi und der Frankfurt Radio Big Band
What’s the Hurry von Kenny Washington
Bestes Jazz-Instrumentalalbum
Trilogy 2 von Chick Corea, Christian McBride & Brian Blade
nominiert waren außerdem:
On the Tender Spot of Every Calloused Moment von Ambrose Akinmusire
Waiting Game von Terri Lyne Carrington & Social Science
Happening: Live at the Village Vanguard von Gerald Clayton
Roundagain von Joshua Redman, Brad Mehldau, Christian McBride & Brian Blade
Bestes Album eines Jazz-Großensembles
Data Lords vom Maria Schneider Orchestra
nominiert waren außerdem:
Dialogues on Race von Gregg August
MONK’estra Plays John Beasley von John Beasley’s MONK’estra
The Intangible Between von Orrin Evans and the Captain Black Big Band
Songs You Like a Lot von John Hollenbeck mit Theo Bleckmann, Kate McGarry, Gary Versace und der Frankfurt Radio Big Band
Bestes Latin-Jazz-Album
Four Questions von Arturo O’Farrill and the Afro Latin Jazz Orchestra
nominiert waren außerdem:
Tradiciones vom Afro-Peruvian Jazz Orchestra
City of Dreams von Chico Pinheiro
Viento y tiempo - Live at Blue Note Tokyo von Gonzalo Rubalcaba & Aymée Nuviola
Trane’s Delight von Poncho Sanchez

erstellt:15.03.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

Ralph Peterson, 1962-2021

Ralph Peterson

Zu den unschönen Gewohnheiten in unserer kleinen Welt gehört es, bei Gelegenheit die Vergangenheit des Genres für vergangen zu erklären.
Und den Begriff Jazz gleich mit.
Zum Glück setzen aber solche Gegenwartsduseleien das 1. Jazz-Axiom nicht außer Kraft, das da lautet:
Der Jazz ist immer auch sein Gegenteil!
Die traurige Nachricht gibt die Chance, noch einmal Geschichten zu hören, die nicht den Lauf der Jazzhistorie geändert haben, die nicht in den Toplisten des Genres auftauchen, die einfach nur die Tugenden dessen auskosten, was man zutreffenderweise Jazz nennt.
Also, legen wir beispielsweise „V“ auf, den Einstieg von Ralph Peterson mit seinem Quintett bei Blue Note, im April 1988.
Hardbop vom „Fackelträger der Jazz Messengers“ (Jazziz) - obwohl wir den Traditionsbewahrer hier in einer ausgesprochenen Tony Williams-Phase erleben.
Herrschaften, was ist hier los! Wer kann sich einem solchen Sog entziehen?
Der Auftakt „Enemy within“ vertilgt den oben genannten Begriffsdünkel in einem Wirbelsturm.
Der nächste track „Monief“ hantiert u.a. mit einem 17/8 Takt und geht trotzdem ab wie eine Rakete.
„The Short End of the Stick“, ein bright swing im Tempo 220 bpm hat Vijay Iyer jüngst in dem Kongreßband „The Power of Geri Allen“ analysiert, namentlich das Solo von Geri Allen (1957-2017) darin.
Ach wer nie etwas von diesem Album gehört hat, bekommt unter Nennung des weiteren Personals (Terence Blanchard, tp, Steve Wilson, ss, as, Phil Bowler, b) eine Vorstellung von der eminenten Attaktivität dieser Musik.
Das ist jazz as jazz can, ein modernisierter Hardbop, ein unverwüstlicher Kernbestand, der es noch jedem, der sich daran versucht, einen persönlichen Zugriff erlaubt. Handwerk vorausgesetzt!
Allein unter diesem Aspekt ist „V“ ein Meisterstück.
Wie gesagt, es zeigt den Verstorbenen mit einer seiner stilistischen Referenzen (Tony Williams), wenngleich er vieles anders macht als der historische Vorgänger. Sein anderer historischer Bezugspunkt war Art Blakey, bei dem er als zweiter Drummer überhaupt mitwirken konnte.
Es war sein Einstieg in die Jazzwelt und zugleich sein Operationsfeld der letzten Jahre. Die „Fackelträger“-Bezeichnung ist nicht nur drum-stilistisch
(in Teilen) berechtigt, sondern auch in Bezug auf das Repertoire. Für seine letzte Veröffentlichung „Onward & Upward“ (2020) versammelt er erneut, wie schon den Vorjahren, Veteranen der Messenger-Jahre.
Peterson stammt aus einer Familie von Schlagzeugern, insgesamt 16 Jahre hat er in Boston an der Berklee School of Music unterrichtet; in derselben Stadt unterhielt er auch ein Taekwondo-Studio. Ja, er war ein sehr körperlicher Vertreter seiner Zunft, auf Fotos wirkt er häufig wie kurz vor dem Absprung.
Den hohen interaktiven Anteil seines Spiels hat er sich bis zuletzt bewahrt, in einem Trio mit den Curtis Brothers. Mit ihnen als Kern eines Quintetts wird in diesem Frühjahr ein Album erscheinen.
Peterson´s große Jahre waren die 80er und 90er. Später hatte er ein Drogenproblem, das er seinen Berklee-Studenten nicht verschwieg. Mit einigen aus diesem Kreis formierte er eine Big Band, deren Debüt „I remember Bu“, eine Hommage an Art Blakey.
Ralph Peterson jr., geboren am 20. Mai 1962 in Pleasantville/New Jersey, ist am 1. März 2021 an Krebs gestorben. Er wurde nur 58 Jahre alt.

erstellt: 02.03.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

Monheim...2020,2021,2022...

Abseits der Wirtschaftsseiten, die von Verlusten berichten (Greensill-Bank), macht die Stadt Monheim dieser Tage Schlagzeilen mit einer - erneuten - Verschiebung. Demnach haben die Aufsichtsratsmitglieder der Monheimer Musikfestival GmbH „auf Vorschlag von Intendant Reiner Michalke beschlossen, die Monheim Triennale auf den Juni 2022 zu verschieben“.
Stattdessen: „Monheim Triennale zeigt ´The Prequel´“.
Wir schauen bei Leo nach: „der Vorläufer.
Monheim prequel 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Triennale zeigt nicht einen neuen Film von Jim Jarmusch, sondern sie geht höchst real im Sinne von musical fiction sozusagen zurück auf Anfang, auf einen fiktiven Zeitpunkt vor dem ersten geplanten Festival 2020.
Es sind dieselben 16 Musiker und Musikerinnen, die auch für die 2021 geplanten Projekte angetreten wären - nun freilich ohne die dafür vorgesehenen Bandmitglieder etc, um die einhundert an der Zahl.
Ein Transport dieses Umfanges an den Rhein ist in pandemischen Zeiten logistisch nicht zu gewährleisten.
Die 16 - sagen wir ruhig: Bandleader - reisen aber nun wirklich an (1.-4. Juli 2021), sie müssen sich auf sich selbst beschränken.
„Sie lernen sich kennen, sie lernen die Stadt kennen, sie entwickeln gemeinsam Projekte und last but not least: Sie machen miteinander Musik“.
In einem kleineren Format also, das „weder Ersatz noch Kompromiß“ sein soll.
„The Prequel“ wird das Labor, die Werkstatt, der Think Tank, auf dem die Zukunft erdacht wird“.
Abhängig von der Infektionslage sollen „mehrere hundert Gäste“ zuhören dürfen.
Im schlechtesten Falle müssten die 16 in eine „corona-konforme Blase“ sich begeben, in ein „nicht-öffentliches Forschungslabor für die Monheim Triennale 2022, deren Ergebnisse dokumentiert und nach Möglichkeit gestreamt werden“.
Spielen heisst jetzt Forschen.

 

erstellt:12.03.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

 

Chick Corea, 1941-2021

Chick Corea 1

Für den 22. Februar 2021 war im Wiener Konzerthaus ein Konzert angesetzt, die Wiederholung eines bereits zweimal verschobenen Auftrittes von Chick Corea & Vigilette (Carlitos Del Puerto, b, Marcus Gilmore, dr).
Ob er auch diesmal sein Publikum nicht nur entzückt, sondern auch aktiv (heute muß man sagen „pro-aktiv“) einbezogen hätte? Durch das Einholen des Kammertones „a“ wie auf seinem letzten, zu Lebzeiten veröffentlichten Album „Chick Corea plays…“?
Vermutlich. Wir haben es ähnlich erlebt, bei der Chick Corea Akoustic Band, einem seiner bedeutenden Langzeitprojekte (mit John Patitucci, b, Dave Weckl, dr) in der Philharmonie Essen.
Der Pianist wickelte, nahezu wortwörtlich, das Publikum um die Finger. Eine der größten Stimmen der Jazzgeschichte, dem das Auditorium eh zu Füßen liegt, griff zu Mitteln aus dem Varieté.
Und eben das macht die Dualität, man könnte auch sagen: die Facetten dieses Musikers aus. Sein Ton, seine rhythmisch-melodischen Signaturen auf Piano, E-Piano und Synthesizer gehören zu den Ikonen der gesamten Gattung.
Ihr Einfluß auf die Formsprache des Jazz - in Ton- und Printdokumenten, noch dazu in verschiedenen Stilen - ist gigantisch. Wobei „einflußreich“ nicht wie gewöhnlich mit „erfolgreich“ zu verwechseln wäre: der Mann hat Erfolg gehabt, ja, zuhauf.
Er hat zudem mit seinen Improvisationen und Kompositionen Heerscharen von KollegInnen zum Nachspielen und Interpretieren angeregt - aber unter der Handvoll Millionseller des Jazz findet sich keiner seiner um die 100 Tonträger.
Andererseits wurde sein außer-musikalischer Einfluß in Baden-Württemberg 1993 als so beängstigend eingestuft, dass die Landesregierung einem Veranstalter in Stuttgart den Subventionshahn zuzudrehen drohte und der Künstler vor dem Verwaltungsgericht Mannheim mit seinem Einspruch scheiterte. 
Grund war Corea´s Bekenntnis zu Scientology, das seine Fans ebenso billigend in Kauf nahmen wie die Lobhudeleien auf und die Performances mit seiner Ehefrau Gayle Moran, um an die wahren nuggets seiner Kunst zu gelangen.
Those were the days. 
Der Ministerpräsident damals hieß Erwin Teufel.
Sein Nachnachfolger Kretschmann säße heute bei Chick Corea in Stuttgart in der ersten Reihe. Wir wissen nicht, wie jazz-affin der grüne MP ist. Aber sollte er in seiner Chick Corea-Begeisterung jenen Begriff verwenden, der jetzt auch durch die Feuilletons fliegt (Chick Corea als „Chamäeon“), sähen wir uns zur Opposition gezwungen.
Denn was auch immer Corea angefasst hat, er ist nicht im jeweiligen Kontext verschwunden, sondern hat ihm einen, nämlich seinen Stempel aufgeprägt - vom Klavierkonzert mit den Londoner Sinfonikern bis zu seinen „Children Songs“, solo. Wo Corea drin war, hat man ihn herausgehört.
Armando Anthony Corea, genannt Chick, geboren am 12. Juni 1941 in Chelsea/Massachussets, einem Vorort von Boston, hat - im Gegensatz zu heutigen Jazzmusikern - nie ein Studium absolviert. Seine einzige formale Ausbildung, sagt er in einem Interview, seien 6 jahre Unterricht ab dem 8. Lebensjahr bei Salvatore Sullo gewesen, einem Konzertpianisten in Boston. Seine Jazz-Edukation war noch informeller, nämlich durch seinen Vater Armando, einen Amateurjazzmusiker, mit dem er früh auch aufgetreten ist.
Sein erstes Jazzvorbild: Horace Silver. 1962 beginnt Coreas professionelle Karriere in New York, bei Mongo Santamaria, es folgen Jobs bei Stan Getz, Herbie Mann u.a. Sein zweites eigenes Album „Now he sings - now he sobs“ setzt 1968 bereits Standards: für seine spezifische Ausformung des Jazztrio-Formates (damals mit Miroslav Vitous und Roy Haynes), für einen Pianostil, dem nichts mehr von Horace Silver anhaftet. Und sein Faible für das Spanische: der opener von „Now he sings…“ („Steps - what was“) enthält bereits die Blaupause für „Spain“, einen seiner großen Erfolge fünf Jahre später.
Im September jenes Jahres steigt Corea für Herbie Hancock bei Miles Davis ein („Filles des Kilimanjaro“), die wenige FreeJazz-Momente von Miles verbinden sich insbesondere mit den Passagen, wo unter seinen schrill perlenden Läufen auf dem Fender Rhodes Electric Piano der Beat aufgerieben wird.
Seine Konversion zur wirklich Avantgarde, 1970 im Quartett Circle (u.a. mit Anthony Braxton), war kurz und von langfristiger Konsequenz. Im Gegensatz zu dem, was jetzt manche Nachrufe insinuieren, mißfiel ihm dieser Ansatz außerordentlich, er hielt ihn für „zu unvorhersehbar“. Es drängte in ihm nach mehr Planung, nach - Komposition. Nach einem Konzept, das er später so beschreibt:
„Was ich anstrebe, ist, die Disziplin und Schönheit des Symphonieorchesters und der klassischen Komponisten - die Subtilität und Schönheit von Harmonie, Melodie und Form - zu verbinden mit der Lockerheit und der rhythmischen Tanzbarkeit des Jazz und der eher folkloristischen Musik.“
Die erste Ausformulierung dieser Prinzipien war die „halb-elektrische“ Formation von Return To Forever (u.a. mit dem Saxophonisten Joe Farrel). Man kann sie über fast alle weiteren Stationen seiner Karriere, vielfach unter Zumischung „des Spanischen“ und „Brasilianischen“, in verschiedenen Genres wiedererkennen: von seinen solistischen „Childrens Songs“ über die diverse Jazzrock-Bands bis zu seinen Orchesterwerken.
Nicht alle gelungen, manche mit Pomp, manche bloße Fingerübungen, ja manches auch kitschig.
Aber, viele, viele Nuggets, great moments of jazz history.
Chick Corea hatte ein Händchen für Rhythmusgruppen: angefangen mit Miroslav Vitous und Roy Haynes, vieles, aber nicht alles mit Stanley Clarke, aber fast alles und über den längsten Zeitraum mit John Patitucci und Dave Weckl, egal ob „akustisch“ oder „elektrisch“. Nicht zu vergessen in den letzten Jahren Christian McBride und Brian Blade, sowie die ultra-kompakten Jimmy Earl und Gary Novack Anfang der 90er Jahre.
Sowie - da pflichten wir der FAZ bei - der „unwiderstehliche“ Steve Gadd. Unvergessen sein Duo mit Corea an den keyboards in „Spanish Fantasy, II“, 1976.
Was bleibt? Für Mai ist ein neues Album der Acoustic Band angekündigt. Man wird es mir „anderen Ohren“ hören, jetzt, wo die Möglichkeit für einen Live-Kontakt auf ewig genommen ist.
Viele Tontäger werden Maßstab bleiben, ganz zu schweigen von den Tonnen, die es im Internet zu heben gilt. Und schon geht es los: Freunde schicken Youtube-links!
Armando Anthony „Chick“ Corea ist am 9. Februar in Tampa/Florida an einer erst kürzlich bei ihm diagnostizierten Krebserkrankung gestorben. Er wurde 79 Jahre alt. 

erstellt: 11.02.21
©Michael Rüsenberg, 2021. Alle Rechte vorbehalten

Nachruf von Tim Garland auf London Jazz News.
Er hat 21 Jahre mit Chick Corea gespielt.

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